Winnie hat seinen Lebensmittelpunkt nun leider auch schon seit langer Zeit in der „Arche Noah“.
Eigentlich ein netter Kerl, hat er irgendwie verpasst zu lernen, dass der menschliche Körper kein „Punshingball“ ist, man Menschen nicht den eigenen Kopf vor lauter Übermut unter das Kinn rammt und ihr Rücken auch keine Kletterwand ist. Geduld ist (noch) nicht seine große Stärke und die Bezeichnung „Flughund“ bekommt bei Winnie eine ganz eigene Bedeutung...
Winnie erhält nun ein Training, bei dem er lernt, dass man sich als Hund auch einfach einmal zurücknehmen kann und für ein soziales Miteinander kein lustiger Ringkampf erforderlich ist: Klarheit und ein ruhender Gegenpol ist der Weg zum Ziel.
In den ersten Übungsstunden auf dem Tierheimgelände hat Winnie schon große Fortschritte gemacht, geht inzwischen manierlich an der Leine, hat gelernt, dass seine vier Pfoten ruhig auch Bodenhaftung behalten dürfen und dass man Menschen nicht einfach umrempelt.
Das nächste Ziel ist, Winnie zu ermöglichen, seine Lernerfolge zu generalisieren und zu verfestigen. Deshalb sollen seine Gassigänger nun ins Training mit einbezogen werden, um ihm soviel Gelegenheit wie möglich zu geben, diesen Weg weiter zu beschreiten:
In der Ruhe liegt die Kraft.
Up-Date Dezember 2010:
Winnie macht seine Sache nach wie vor gut. Es zeigt sich, dass Winnie sehr schnell bestimmte Trainingsrituale verinnerlicht und generalisiert: Hält man sich an diese, dreht Winnie gar nicht erst hoch und bleibt dann durchaus ruhig.
Ein spritziger Hund wird er selbstverständlich immer bleiben. Aber man merkt, wie sehr er eigentlich auf eine souveräne, aber ruhende Hand angewiesen ist, die ihm zeigt, dass man nicht hundert Dinge gleichzeitig tun muss und ihn aus seinem eigenen „Kopfchaos“ heraus führt.
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